Payment Means Code 58 – welche SEPA-Überweisung damit angegeben wird

Lesedauer: 4 Min
Aktualisiert: 21. September 2026 02:08

Der Payment Means Code 58 bezeichnet eine SEPA-Überweisung, also einen SEPA Credit Transfer. Die Kennzeichnung wird vor allem in strukturierten elektronischen Rechnungen verwendet und sagt aus, dass der Rechnungsempfänger den Betrag auf das angegebene Zahlungskonto überweisen soll. Sie steht weder für eine SEPA-Lastschrift noch automatisch für eine Echtzeitüberweisung.

Code 58 steht für den SEPA Credit Transfer

Die Zahl 58 ist ein standardisierter Zahlungsartencode. In einer elektronischen Rechnung kann sie im Feld für das Zahlungsmittel stehen, beispielsweise beim Datenaustausch nach europäischen E-Rechnungsstandards. Gemeint ist eine Überweisung in Euro innerhalb des SEPA-Zahlungsraums.

Der Zahlungspflichtige stößt die Zahlung selbst an. Dafür benötigt er insbesondere die in der Rechnung angegebene IBAN sowie den zu zahlenden Betrag. Ein Verwendungszweck oder eine Zahlungsreferenz sorgt dafür, dass der Empfänger den Zahlungseingang der richtigen Rechnung zuordnen kann.

  • Zahlungsart: SEPA-Überweisung
  • Englische Bezeichnung: SEPA Credit Transfer
  • Zahlungsrichtung: Der Rechnungsempfänger überweist an den Rechnungssteller.
  • Währung: Euro
  • Kontokennung: üblicherweise die angegebene IBAN

Was sich aus der Kennzeichnung nicht ablesen lässt

Der Payment Means Code 58 beschreibt die vorgesehene Zahlungsweise, aber nicht den Bearbeitungsstand der Zahlung. Eine Rechnung mit diesem Code ist daher keine Zahlungsbestätigung und kein Nachweis dafür, dass das Geld bereits angewiesen oder gutgeschrieben wurde.

Auch eine SEPA-Echtzeitüberweisung wird durch die Zahl 58 allein nicht zugesichert. Der Code bezeichnet zunächst den normalen SEPA Credit Transfer. Ob die Zahlung als Echtzeitüberweisung ausgeführt werden kann, hängt unter anderem vom Zahlungsauftrag, den beteiligten Zahlungsdienstleistern und den dort verfügbaren Verfahren ab.

Ebenso wenig erteilt die Kennzeichnung dem Rechnungssteller die Erlaubnis, einen Betrag vom Konto einzuziehen. Für eine SEPA-Lastschrift wären ein anderes Zahlungsverfahren und die dafür erforderlichen Angaben maßgeblich.

Wo der Code in einer E-Rechnung auftaucht

In maschinenlesbaren Rechnungsdaten gehört Code 58 zum Bereich der Zahlungsinformationen. Bei einer visuellen Darstellung kann daraus eine verständliche Bezeichnung wie „SEPA-Überweisung“ entstehen. In einer XML-Datei ist dagegen häufig nur der codierte Wert im Feld für die Zahlungsart hinterlegt.

Für die europäische E-Rechnung ist insbesondere das Geschäftsmerkmal BT-81 relevant, das den Code der Zahlungsart enthält. Bei einer Überweisung müssen die Zahlungsinformationen zusammenpassen: Neben Code 58 ist ein Zahlungskonto des Empfängers erforderlich, das regelmäßig über die IBAN identifiziert wird. Je nach Rechnung können außerdem eine Zahlungsreferenz, der Verwendungszweck und das Fälligkeitsdatum enthalten sein.

So prüfst du eine Rechnung mit Code 58

Für die Zahlung ist nicht die Zahl allein entscheidend. Prüfe die zusammengehörenden Rechnungsfelder in dieser Reihenfolge:

Anleitung
1Stelle fest, ob 58 tatsächlich im Feld für das Zahlungsmittel beziehungsweise den Payment Means Code steht.
2Vergleiche den Zahlungsempfänger und die angegebene IBAN mit den übrigen Rechnungsdaten.
3Übernimm Betrag, Währung und Zahlungsreferenz unverändert in den Überweisungsauftrag.
4Beachte das ausgewiesene Fälligkeitsdatum und mögliche Zahlungsbedingungen.
5Fehlt die IBAN oder widersprechen sich Zahlungsdaten, kläre die Rechnung mit dem Aussteller, bevor du überweist.

  1. Stelle fest, ob 58 tatsächlich im Feld für das Zahlungsmittel beziehungsweise den Payment Means Code steht.
  2. Vergleiche den Zahlungsempfänger und die angegebene IBAN mit den übrigen Rechnungsdaten.
  3. Übernimm Betrag, Währung und Zahlungsreferenz unverändert in den Überweisungsauftrag.
  4. Beachte das ausgewiesene Fälligkeitsdatum und mögliche Zahlungsbedingungen.
  5. Fehlt die IBAN oder widersprechen sich Zahlungsdaten, kläre die Rechnung mit dem Aussteller, bevor du überweist.

Bei einer technischen Fehlermeldung in einer E-Rechnungssoftware sollte zusätzlich geprüft werden, ob Code 58 und die Kontodaten an den vorgesehenen Stellen des verwendeten Rechnungsformats eingetragen sind. Die Zahl kann fachlich richtig sein und trotzdem beanstandet werden, wenn beispielsweise das erforderliche Zahlungskonto fehlt oder die Rechnungsfelder nicht regelgerecht miteinander verknüpft sind.

Abgrenzung zu Lastschrift und Zahlungsnachweis

Die entscheidende Rollenverteilung lautet: Bei Code 58 sendet der Rechnungsempfänger das Geld aktiv an den Rechnungssteller. Bei einer Lastschrift zieht der Zahlungsempfänger den Betrag aufgrund eines Mandats ein. Eine Überweisungsbestätigung entsteht wiederum erst durch die tatsächliche Beauftragung oder Ausführung der Zahlung und nicht durch den Zahlungsartencode in der Rechnung.

Damit ist Code 58 als Anweisung zur Zahlung per SEPA-Überweisung zu lesen. Wenn Rechnungstext und strukturierte Daten unterschiedliche Zahlungsarten nennen, sollte die Abweichung vor der Zahlung geklärt werden, statt allein anhand des Codes eine Kontobewegung auszulösen.

Warum Code 58 nicht mit dem allgemeinen Überweisungscode gleichzusetzen ist

In E-Rechnungen gibt es neben Code 58 auch allgemeinere Zahlungsartcodes für Überweisungen. Code 58 grenzt die Zahlungsweise jedoch genauer als SEPA Credit Transfer ein. Er sollte daher nur verwendet werden, wenn die Rechnung tatsächlich eine SEPA-Überweisung im vorgesehenen SEPA-Verfahren verlangt.

Eine vorhandene IBAN allein reicht als Begründung für den Code nicht aus. Sie kann auch bei anderen Zahlungsabläufen angegeben sein. Stimmen Zahlungsartcode, sichtbarer Rechnungstext und Zahlungsdaten nicht überein, ist der strukturierte Datensatz zu korrigieren oder die Zahlungsanweisung beim Rechnungssteller zu klären. So wird vermieden, dass eine Rechnung technisch eine SEPA-Überweisung ausweist, obwohl etwa eine Karte, ein Zahlungsdienst oder ein anderes Verfahren vereinbart wurde.

Checkliste
  • Zahlungsart: SEPA-Überweisung
  • Englische Bezeichnung: SEPA Credit Transfer
  • Zahlungsrichtung: Der Rechnungsempfänger überweist an den Rechnungssteller.
  • Währung: Euro
  • Kontokennung: üblicherweise die angegebene IBAN

Das Team hinter den Beiträgen

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Autorin bei Zeichencheck.de

Mira Hoffmann

Schilder, Kennzeichnungen & Prüfzeichen

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