Das Symbol „offenes Feuer verboten“ zeigt meist eine schwarze Flamme in einem roten Kreis mit rotem Diagonalbalken. Es warnt klar davor, in diesem Bereich jede Art von offenem Feuer oder Zündquelle zu verwenden, weil Brand- oder Explosionsgefahr besteht. Wer dieses Zeichen sieht, sollte sofort auf Streichhölzer, Feuerzeuge, Kerzen, Grills und ähnliche Zündquellen verzichten.
Das Verbotsschild dient in erster Linie dem Brandschutz und dem Explosionsschutz. Es findet sich häufig an Tankstellen, in Lagerhallen mit brennbaren Stoffen, in Laboren, Werkstätten, auf Baustellen oder in Bereichen mit leicht entzündlichen Gasen oder Dämpfen. Das Zeichen bedeutet immer eine Verpflichtung: Offenes Feuer ist dort nicht erlaubt, auch dann nicht, wenn es nur kurz oder scheinbar kontrolliert verwendet werden soll.
Typische Bedeutung und Einsatzorte
Dieses Sicherheitszeichen gehört zu den Verbotszeichen nach gängigen Normen wie DIN EN ISO 7010. Es kennzeichnet einen Bereich, in dem jede freie Flamme und jede offene Zündquelle untersagt ist. Dazu zählen auch Rauchen, Anzünden von Kerzen, Schweißen ohne Freigabe und jedes andere Arbeiten mit offener Flamme.
Typische Einsatzorte sind:
- Tankstellen und Gasfüllstationen
- Lager für Lösungsmittel, Farben, Treibstoffe und Aerosole
- Chemiebetriebe, Laborräume und Lackierkabinen
- Feuergefährdete Baustellenbereiche
- Räume mit Gasleitungen oder Gasflaschen
Wo dieses Schild angebracht ist, gilt meist auch ein strenges Rauchverbot. Häufig wird zusätzlich ein separates Rauchen-verboten-Schild verwendet, um die Regelung zu verstärken.
Was ist bei diesem Verbotssymbol zu beachten?
Die wichtigste sofortige Maßnahme besteht darin, alle offenen Flammen und Funken zu vermeiden. Dazu zählen Feuerzeuge, Streichhölzer, offene Gasbrenner, Kerzen, aber auch Arbeiten mit Schweißgerät oder Schneidbrenner, solange dafür keine schriftliche Freigabe vorliegt.
Eine sinnvolle Abfolge kann so aussehen: zunächst prüfen, ob man eine Zündquelle bei sich trägt (Feuerzeug, Streichhölzer, glimmende Zigarette). Anschließend sicherstellen, dass keine Flammen entzündet werden. Danach auf elektrische Geräte mit Funkenbildung verzichten, wenn ergänzende Hinweise darauf hinweisen. Im Zweifel immer die örtlichen Sicherheitsanweisungen oder die Betriebsanweisung beachten und verantwortliche Personen fragen.
Gefährdung und Dringlichkeit lassen sich so einschätzen: Das Zeichen bedeutet immer eine ernste Sicherheitsanforderung. Kurzzeitige Verstöße können bereits ausreichen, um explosionsfähige Dämpfe oder Gase zu entzünden. Die Umgebung darf weiter genutzt werden, aber nur, wenn das Verbot streng beachtet wird. Wer eine Missachtung des Schilds beobachtet, sollte die Person ansprechen und bei Bedarf eine Aufsicht oder Sicherheitsfachkraft informieren.
Praxisbeispiele für das Symbol
Praxisbeispiel 1: An einer Tankstelle steht in der Nähe der Zapfsäulen der rot durchgestrichene Flammenkreis. Hier ist es untersagt, Feuerzeuge zu benutzen, Zigaretten anzuzünden oder mit Campingkochern zu hantieren, da austretende Dämpfe sich leicht entzünden können.
Praxisbeispiel 2: In einem Lagerraum für Farben und Lösungsmittel hängt das Symbol gut sichtbar an der Tür. Beschäftigte dürfen dort keine Kerzen anzünden und keine Schweißarbeiten durchführen, bis der Bereich freigegeben und entsprechend gesichert ist.
Praxisbeispiel 3: Auf einer Baustelle ist ein Bereich mit Gasleitungen gekennzeichnet. Das Verbotszeichen macht deutlich, dass hier kein Brenner, kein Teerkocher und kein anderes Gerät mit Flamme verwendet werden darf, solange die Gasinstallation nicht geprüft und freigegeben ist.
Manche verwechseln dieses Zeichen mit ähnlichen Piktogrammen, etwa dem Symbol für allgemeines Rauchverbot oder Gefahrgutkennzeichnungen mit Flammensymbol. Der Unterschied: Das Verbotszeichen mit rotem Kreis und Diagonalbalken markiert ein Verbot, während Gefahrstoffsymbole eine Stoffeigenschaft anzeigen und eigene Regeln haben.
Häufige Fragen zum Symbol für offenes Feuer verboten
Wie sieht das Symbol für offenes Feuer verboten genau aus?
Das Verbotsschild zeigt eine stilisierte Flamme oder ein Streichholz in Schwarz auf weißem Hintergrund mit rotem Rand und rotem Diagonalbalken. Die rote Umrandung und der Querbalken signalisieren eindeutig, dass jede Art von Feuer dort untersagt ist.
Welche Verstöße fallen unter das offenes Feuer verboten Symbol?
Darunter fallen das Anzünden von Streichhölzern, Feuerzeugen, Kerzen, Grills oder offenen Brennern. Auch kleine Flammen, etwa für eine Zigarette, gelten als Verstoß, wenn dieses Zeichen vorhanden ist.
Gilt das Zeichen auch für Rauchen und E-Zigaretten?
In vielen Fällen wird Rauchen zusätzlich mit einem eigenen Piktogramm verboten, häufig hängt es direkt daneben. Steht nur das Flammensymbol, sollte man trotzdem jede Art von offener Zündquelle vermeiden und im Zweifel die Hausordnung oder Beschilderung genau lesen.
Warum ist das Symbol in Lager- und Produktionshallen so wichtig?
In solchen Bereichen lagern oft brennbare Stoffe, Staub, Gase oder Lösungsmittel, die sich sehr schnell entzünden können. Das Verbotszeichen schützt Mitarbeitende, Gebäude und Anlagen vor Explosionen und Bränden.
Welche Vorschriften regeln die Verwendung dieses Verbotsschilds?
In Deutschland basieren Gestaltung und Einsatz auf der ASR A1.3 und der Norm DIN EN ISO 7010. Unternehmen sind verpflichtet, Gefahrenbereiche nach Arbeitsschutz- und Brandschutzvorgaben passend zu kennzeichnen.
Wo muss das offenes Feuer verboten Symbol angebracht werden?
Das Schild gehört gut sichtbar an alle Zugänge zu gefährdeten Bereichen und zusätzlich an Stellen, an denen Menschen sich länger aufhalten. Es sollte in Augenhöhe montiert werden und nicht durch Regale, Türen oder andere Gegenstände verdeckt sein.
Was droht bei Missachtung des Verbotszeichens?
Bei Missachtung kann es zu schweren Unfällen, Bränden und Personenschäden kommen, für die Verursachende haftbar gemacht werden können. In Betrieben sind zudem arbeitsrechtliche Konsequenzen und Bußgelder möglich.
Darf ich ein Feuerlöscher- oder Grillpiktogramm daneben verwenden?
Es ist üblich, Verbotszeichen mit Hinweisen auf Notfallausrüstung oder erlaubte Bereiche zu kombinieren. Wichtig ist, dass das Verbotszeichen klar erkennbar bleibt und nicht mit anderen Symbolen verwechselt werden kann.
Wie unterscheidet sich das Zeichen von anderen Brandschutzsymbolen?
Das Verbotsschild hat immer einen roten Rand mit Diagonalbalken, während Brandschutzeinrichtungen wie Feuerlöscher oder Hydranten in roten, meist rechteckigen Sicherheitsschildern dargestellt werden. Fluchtwege und Notausgänge hingegen werden grün gekennzeichnet.
Welche Rolle spielt das Symbol im betrieblichen Arbeitsschutz?
Es ist ein zentrales Element im Brandschutzkonzept und ergänzt technische Maßnahmen wie Lüftung, Ex-Schutz oder Brandmeldeanlagen. Schulungen und Unterweisungen sollten das Erkennen und richtige Verhalten bei diesen Kennzeichnungen immer einschließen.
Wie kann ich Mitarbeitende und Besucher über das Verbot informieren?
Neben der Aufstellung der Schilder helfen kurze Einweisungen, Betriebsanweisungen und klare Hausordnungen. In sensiblen Bereichen wie Tankstellen, Laboren oder Chemielagern sind zusätzliche Hinweise in mehreren Sprachen sinnvoll.
Fazit
Das Verbotsschild für offene Flammen ist ein zentrales Element des vorbeugenden Brandschutzes und trägt wesentlich zur Sicherheit in Betrieben und öffentlich zugänglichen Bereichen bei. Seine eindeutige Gestaltung, die klare Abgrenzung zu anderen Brandschutzsymbolen und die rechtlichen Konsequenzen bei Missachtung machen deutlich, wie wichtig eine gut sichtbare Beschilderung und verständliche Unterweisung für Mitarbeitende und Besucher ist.
Hier würde mich Feedback aus der Praxis interessieren:
Wenn Verbot bei dir relevant war: Hat das viel verändert oder eher wenig?
Welche Rahmenbedingung war bei dir am Ende entscheidend?
Wenn du Lust hast: Welche Variante hast du gewählt und würdest du es wieder genauso machen?