Das Zeichen weist darauf hin, dass eine Leiter gegen Wegrutschen gesichert werden muss. Gemeint ist eine verbindliche Sicherheitsmaßnahme: Vor der Benutzung braucht die Leiter einen stabilen Stand und darf nicht ungesichert auf glattem, unebenem oder beweglichem Untergrund stehen.
Du findest den Hinweis meist an Arbeitsplätzen, auf Baustellen, an Maschinen oder in Bereichen, in denen Leitern regelmäßig eingesetzt werden. Die Darstellung gehört zum Arbeitsschutz und erinnert daran, dass eine Leiter nicht allein durch ihr Eigengewicht standsicher ist.
Was der Hinweis praktisch bedeutet
Die Leiter muss so aufgestellt und gesichert werden, dass sie weder seitlich kippt noch am Boden wegrutscht. Je nach Situation können rutschhemmende Leiterfüße, eine geeignete Unterlage, eine Verankerung oder eine zusätzliche Sicherung durch eine zweite Person erforderlich sein.
Welche Maßnahme passt, hängt vom Leiterntyp, dem Untergrund, der Arbeitshöhe und der Tätigkeit ab. Eine lose Decke, ein Karton oder ein kleiner Gegenstand unter einem Leiterfuß ist keine verlässliche Sicherung. Auch nasse, ölige oder vereiste Flächen können die Standfestigkeit deutlich verringern.
Vor dem Aufsteigen prüfen
- Stelle die Leiter auf einen festen, tragfähigen und möglichst ebenen Untergrund.
- Prüfe, ob beide Leiterfüße vollständig aufliegen und die Standfläche sauber ist.
- Sichere die Leiter bei Rutsch- oder Kippgefahr am Boden, am oberen Anlegepunkt oder durch eine geeignete Haltevorrichtung.
- Bewege die Leiter nicht, solange du darauf stehst.
- Brich die Arbeit ab, wenn die Leiter trotz Sicherung instabil bleibt.
Bei einer Anlegeleiter reicht es nicht, nur den unteren Bereich zu beachten. Auch der obere Kontaktpunkt muss stabil sein. Eine Anlegeleiter kann seitlich ausbrechen oder nach hinten wegrutschen, wenn sie an einer ungeeigneten Fläche steht. Eine Stehleiter darf nur vollständig geöffnet und mit gesicherter Spreizvorrichtung verwendet werden.
Wofür das Zeichen nicht steht
Der Hinweis bedeutet nicht, dass jede Leiter automatisch sicher ist, sobald ein Leiterfuß mit einem rutschfesten Material versehen wurde. Die Sicherung muss zur jeweiligen Umgebung passen. Sie ersetzt außerdem keine Prüfung auf beschädigte Sprossen, verbogene Holme oder defekte Gelenke.
Bei Arbeiten im Verkehr, an elektrischen Anlagen oder in großer Höhe gelten zusätzliche Schutzmaßnahmen. Wenn du die erforderliche Sicherung nicht zuverlässig herstellen kannst, solltest du die Leiter nicht benutzen und die zuständige Sicherheitsfachkraft oder den Arbeitgeber einbeziehen.
Die wichtigste Information lautet daher: Erst den Stand sichern, dann aufsteigen. Sobald die Leiter rutscht, wackelt oder sich verformt, musst du die Benutzung sofort unterbrechen.
Häufige Fragen zum Sichern einer Leiter gegen Wegrutschen
Woran erkennst du, dass eine Leiter nicht sicher genug steht?
Schon leichtes Wackeln, seitliches Ausweichen oder ein hörbares Rutschen beim Belasten sind Warnzeichen. Stehen die Leiterfüße nicht vollständig auf, liegt die Leiter schief oder verändert sich ihre Position, darfst du nicht aufsteigen.
Reicht es aus, eine rutschfeste Matte unter die Leiter zu legen?
Eine geeignete, für den Untergrund und die Leiterlast ausgelegte Unterlage kann das Wegrutschen verringern, ersetzt aber nicht automatisch eine vollständige Sicherung. Auf nassen, öligen, vereisten oder stark unebenen Flächen musst du die Ursache beseitigen oder auf die Benutzung verzichten.
Wie sicherst du eine Anlegeleiter zusätzlich am oberen Ende?
Der obere Anlegepunkt muss tragfähig, stabil und so beschaffen sein, dass die Leiter nicht seitlich ausbrechen oder nach hinten wegrutschen kann. Je nach Einsatz kommen geeignete Befestigungen oder Haltevorrichtungen infrage; improvisierte Lösungen wie lose Gegenstände sind nicht verlässlich.
Kann eine zweite Person die Leiter während der Arbeit festhalten?
Eine zweite Person kann vorübergehend stabilisieren, wenn sie sicher steht und die Leiter dauerhaft kontrolliert festhält. Das ist jedoch kein Ersatz für eine geeignete technische Sicherung, wenn die Leiter längere Zeit genutzt wird oder die Umgebung besondere Risiken aufweist.
Was musst du bei einer Stehleiter gegen Wegrutschen prüfen?
Die Stehleiter muss vollständig geöffnet sein, und die Spreizsicherung muss sicher eingerastet sein. Zusätzlich sollten alle Leiterfüße stabil aufliegen; eine Stehleiter darf nicht zusammengeklappt angelehnt oder durch eine ungeeignete Unterlage ausgerichtet werden.
Gilt der Hinweis auch auf scheinbar festen Innenböden?
Ja, denn auch glatte Fliesen, staubige Hallenböden oder verschmutzte Werkstattflächen können die Haftung der Leiterfüße beeinträchtigen. Prüfe deshalb den Boden und die Auflagepunkte vor jeder Benutzung, statt dich allein auf den festen Eindruck der Fläche zu verlassen.
Was solltest du tun, wenn sich die Leiter trotz Sicherung bewegt?
Steige vorsichtig ab, sofern das ohne zusätzliche Gefährdung möglich ist, und unterbrich die Arbeit. Prüfe anschließend Untergrund, Leiterfüße, Befestigung und oberen Anlegepunkt; bleibt die Ursache unklar oder lässt sich die Leiter nicht stabil sichern, darfst du sie nicht weiter benutzen.