Kleidung & Textilkennzeichnung (40)

Lesedauer: 5 Min
Aktualisiert: 9. März 2026 10:49

Die Kennziffer 40 auf Etiketten von Textilien weist in der Regel auf eine zulässige Waschtemperatur von 40 Grad Celsius hin. Entscheidend ist, ob die Zahl in einem Waschbottich-Symbol steht und ob zusätzliche Striche oder Zeichen ergänzt sind, da diese die Pflegeanweisung präzisieren.

Bedeutung der Zahl 40 bei der Textilpflege

Steht die 40 in einem Waschbottich-Symbol, darf das Kleidungsstück im Normalfall bei maximal 40 °C gewaschen werden. Ein oder zwei Striche unter dem Bottich stehen für Schon- oder Feinwäsche, also ein reduziertes Waschprogramm mit weniger mechanischer Belastung. Befindet sich eine Hand im Bottich, handelt es sich nicht mehr um eine 40-Grad-Wäsche, sondern um Handwäsche, auch wenn daneben Größen- oder Modellangaben mit 40 auftauchen.

Ohne Waschbottich-Symbol kann die Zahl 40 auch Größe, Schnitt oder Kollektion kennzeichnen. In diesem Fall gibt es keinen Bezug zur Waschtemperatur und die eigentliche Pflegeanweisung steht getrennt an anderer Stelle auf dem Etikett.

Typische Symbole rund um die 40

Die Zahl 40 taucht meist zusammen mit weiteren Pflegesymbolen auf, die jeweils eigene Aussagen treffen. Wichtig sind unter anderem:

  • Waschbottich mit 40: Waschen bei 40 °C zulässig.
  • Waschbottich mit 40 und einem Strich darunter: Schonwäsche, empfindlichere Fasern.
  • Waschbottich mit 40 und zwei Strichen darunter: Fein- oder Pflegeleichtprogramm, zum Beispiel für Synthetik oder Mischgewebe.
  • Waschbottich durchgestrichen: Nicht waschen, auch wenn an anderer Stelle eine 40 etwa als Größe vorkommt.
  • Zusätzliche Symbole wie Dreieck, Quadrat mit Kreis oder Bügeleisen: Sie stehen unabhängig von der 40 für Bleichen, Trocknen oder Bügeltemperatur.

Was zuerst geprüft werden sollte

Zuerst sollte immer geklärt werden, ob die 40 direkt im Waschbottich steht oder nur als separate Ziffer erscheint. Im nächsten Schritt lohnt sich ein Blick auf die Unterstreichung und zusätzliche Symbole, um zu erkennen, ob Schon- oder Feinwäsche verlangt wird. Abschließend sollte geprüft werden, ob weitere Angaben wie „nicht trocknergeeignet“ oder „kein Bleichen“ eine zusätzliche Einschränkung darstellen.

Bei Unsicherheit ist es meist sicherer, ein Schonprogramm bei 30 °C zu wählen, besonders bei Mischgeweben, empfindlichen Farben oder unbekannten Stoffmischungen. So sinkt das Risiko von Einlaufen, Verziehen oder Ausfärben deutlich.

Praxisbeispiele aus dem Alltag

Praxisbeispiel 1: Auf einem T-Shirt befindet sich ein Waschbottich mit der Zahl 40 ohne Strich. Das Teil kann bei 40 °C im Normalprogramm gewaschen werden, farbige Stücke sollten dennoch nach Farbe sortiert und mit geeignetem Waschmittel behandelt werden.

Praxisbeispiel 2: Auf einer Bluse ist ein Waschbottich mit 40 und einem Strich darunter sowie ein durchgestrichenes Trocknersymbol abgebildet. Hier empfiehlt sich Schonwäsche bei 40 °C und anschließendes Trocknen auf einem Bügel an der Luft, um Formverlust zu vermeiden.

Praxisbeispiel 3: In einer Hose steht die Ziffer 40 getrennt neben Angaben zur Bundweite, während der Waschbottich ein 30-Grad-Symbol zeigt. Die Zahl 40 bezeichnet in diesem Fall ausschließlich die Größe, die Hose sollte maximal bei 30 °C gewaschen werden.

Sinnvolle Reihenfolge beim Umgang mit 40-Grad-Angaben

Zuerst das Pflegeetikett vollständig lesen und prüfen, in welchem Symbol die 40 steht. Danach das passende Waschprogramm wählen: Normal, Schon- oder Feinwäsche gemäß Unterstreichung und Materialangabe. Abschließend vor dem Start der Maschine kontrollieren, ob weitere Zeichen wie Trocknersymbol oder Bügeleisen zusätzliche Einschränkungen vorgeben und diese bei der weiteren Behandlung des Textils berücksichtigen.

Häufige Fragen zur Textilkennzeichnung 40

Was bedeutet die Textilkennzeichnung 40 auf dem Etikett genau?

Die Textilkennzeichnung 40 steht in der Regel für eine Waschtemperatur von maximal 40 Grad Celsius. Sie zeigt an, dass das Material bei dieser Temperatur seinen Schnitt, die Farbe und die Fasereigenschaften behalten soll.

Darf ich Textilien mit der Kennzeichnung 40 auch bei 30 Grad waschen?

Ja, eine Wäsche bei 30 Grad ist in der Regel problemlos möglich und oft sogar materialschonender. Bei stark verschmutzter Kleidung kann die Reinigungsleistung jedoch etwas geringer ausfallen, sodass eventuell ein längeres Programm oder ein stärkeres Waschmittel nötig ist.

Kann ich Teile mit der Kennzeichnung 40 zusammen mit 60-Grad-Wäsche waschen?

Das Mischen mit 60-Grad-Wäsche ist riskant, weil empfindlichere Fasern bei höheren Temperaturen dauerhaft Schaden nehmen können. Sortiere solche Textilien besser in eine eigene 40-Grad-Ladung, um Einlaufen, Farbverlust und Materialbruch zu vermeiden.

Wie gehe ich mit empfindlichen Stoffen um, die trotzdem mit 40 gekennzeichnet sind?

Bei empfindlichen Geweben wie Viskose oder Mischgewebe mit Elasthan empfiehlt sich das Schon- oder Feinwaschprogramm bei 40 Grad. Ein Wäschesack und ein mildes Waschmittel mindern die mechanische Belastung zusätzlich.

Welche Rolle spielt die Textilkennzeichnung 40 für die Umweltbilanz?

Wäsche bei 40 Grad verbraucht deutlich weniger Energie als Programme mit 60 oder 90 Grad. Dadurch sinken Stromkosten und CO₂-Ausstoß, ohne dass bei normal verschmutzter Alltagskleidung Abstriche bei der Hygiene nötig sind.

Was ist beim Trocknen von Textilien mit Kennzeichnung 40 zu beachten?

Prüfe immer das zusätzliche Trocknersymbol, denn die Temperaturangabe bezieht sich zunächst nur auf das Waschen. Fehlt eine Trocknerfreigabe oder ist nur eine schonende Trocknung erlaubt, solltest du lufttrocknen, um Formverlust und Faserbruch zu verhindern.

Dürfen Textilien mit Hinweis 40 heiß gebügelt werden?

Die Temperaturangabe für das Bügeln ergibt sich ausschließlich aus dem Bügelsymbol und nicht aus der Zahl 40. Ist das Bügeleisen-Symbol mit einem Punkt versehen, solltest du eine niedrige Einstellung wählen, bei zwei Punkten ist mittlere Hitze erlaubt.

Wie erkenne ich, ob die Textilkennzeichnung 40 für Berufsbekleidung ausreicht?

Für viele gewerbliche Bereiche reichen 40 Grad bei geeignetem Waschmittel und einem Hygieneprogramm aus. In sensiblen Branchen wie Medizin oder Pflege sind jedoch oft zusätzliche Hygienestandards oder höhere Temperaturen vorgeschrieben, die separat gekennzeichnet sein müssen.

Was mache ich, wenn mehrere Pflegeetiketten in einem Kleidungsstück unterschiedliche Angaben zeigen?

Halte dich immer an die strengste Kombination von Symbolen und Temperaturen, um Schäden sicher zu vermeiden. Bei Unsicherheit wähle ein Schonprogramm, niedrige Drehzahl und ein Feinwaschmittel.

Wie kann ich die Lesbarkeit und Haltbarkeit der Pflegeetiketten verbessern?

Schneide Etiketten nicht vollständig ab, sondern falte sie nach innen, wenn sie stören, damit die Informationen erhalten bleiben. Verblasste Etiketten kannst du fotografieren und digital abspeichern, damit du die Angaben bei späteren Waschgängen weiterhin parat hast.

Fazit

Wer die Bedeutung der 40-Grad-Angabe mit den übrigen Pflegesymbolen kombiniert, schützt seine Kleidung zuverlässig vor Schäden. Besonders wichtig sind die getrennten Hinweise zu Trocknernutzung und Bügeltemperatur sowie das Beachten der strengsten Angabe bei mehreren Etiketten. So bleiben Textilien länger formstabil, hygienisch sauber und die Pflegehinweise dauerhaft nutzbar.

Checkliste
  • Waschbottich mit 40: Waschen bei 40 °C zulässig.
  • Waschbottich mit 40 und einem Strich darunter: Schonwäsche, empfindlichere Fasern.
  • Waschbottich mit 40 und zwei Strichen darunter: Fein- oder Pflegeleichtprogramm, zum Beispiel für Synthetik oder Mischgewebe.
  • Waschbottich durchgestrichen: Nicht waschen, auch wenn an anderer Stelle eine 40 etwa als Größe vorkommt.
  • Zusätzliche Symbole wie Dreieck, Quadrat mit Kreis oder Bügeleisen: Sie stehen unabhängig von der 40 für Bleichen, Trocknen oder Bügeltemperatur.

Das Team hinter den Beiträgen

Hinter unseren Beiträgen stehen zwei Autoren, die Zeichen, Symbole, Leuchtanzeigen, Fehlercodes und Textmeldungen verständlich einordnen. So bekommst du schnelle, klare Antworten ohne unnötige Umwege.

Autor bei Zeichencheck.de

Jan Peters

Zeichen, Fehlercodes & Leuchtanzeigen

Ich beschäftige mich seit Jahren mit Zeichen, Symbolen, Anzeigen und Meldungen, die im Alltag plötzlich Fragen aufwerfen. Mich interessiert vor allem, wie man auch technische oder auf den ersten Blick unklare Hinweise schnell verständlich erklären kann.

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Autorin bei Zeichencheck.de

Mira Hoffmann

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