Rauchen und offenes Licht verboten – was dieses Kombischild aussagt

Lesedauer: 6 Min
Aktualisiert: 18. März 2026 10:12

Dieses Kombischild bedeutet eindeutig: In diesem Bereich ist das Rauchen untersagt und jede offene Flamme oder Zündquelle ist verboten. Wer den Bereich betritt, muss Zigaretten, Feuerzeuge, Streichhölzer und andere Zündquellen ausschalten, wegpacken oder gar nicht erst mitführen.

Das Schild kombiniert ein Rauchverbot mit einem Verbot für offenes Feuer und ähnliche Zündquellen. Es dient vor allem dem Brand- und Explosionsschutz, häufig dort, wo brennbare Stoffe, Gase oder Stäube vorhanden sind.

Aufbau und Bedeutung des Kombischildes

Typischerweise zeigt das Schild zwei Piktogramme in einem roten Verbotskreis: eine durchgestrichene Zigarette und eine durchgestrichene Flamme. Der rote Kreis mit Diagonallinie steht immer für ein Verbot, die Symbole im Inneren zeigen, was genau untersagt ist.

Das Rauchverbot umfasst Zigaretten, Zigarren, E-Zigaretten (je nach Hausregel), Pfeifen und ähnliche Rauchwaren. Das Verbot von offenem Licht und offener Flamme schließt brennende Kerzen, Feuerzeuge, Streichhölzer, Gasbrenner und offen brennende Arbeitsgeräte ein.

Typische Einsatzorte und Gründe

Das Kombischild findet sich häufig in Tankstellenbereichen, Chemielagern, Werkstätten, Laboren, Lackierkabinen, explosionsgefährdeten Zonen, Räumen mit Sauerstoffversorgung sowie Lagern für Papier, Holz oder andere leicht brennbare Materialien. Es weist auf ein erhöhtes Brand- oder Explosionsrisiko hin, auch wenn keine sichtbare Gefahr erkennbar ist.

Wenn dieses Schild angebracht ist, handelt es sich in der Regel um eine verbindliche Sicherheitsvorschrift. Verstöße können Menschen gefährden, Anlagen beschädigen und rechtliche Konsequenzen haben.

Verhalten: Was du direkt tun solltest

Beim Betreten eines entsprechend gekennzeichneten Bereichs müssen sämtliche Rauchartikel gelöscht und entsorgt oder sicher verpackt werden. Offene Flammen sind zu vermeiden, Feuerzeuge und Streichhölzer dürfen nicht genutzt werden, Funkenbildung durch Arbeiten wie Schweißen oder Trennschleifen ist nur mit gesonderter Freigabe zulässig.

Eine sinnvolle Abfolge ist: erst Schild bewusst wahrnehmen, dann eigene Gegenstände prüfen, anschließend das Verhalten anpassen und bei Unsicherheit eine verantwortliche Person fragen. Wer andere Personen sieht, die trotz Kennzeichnung rauchen oder Feuer nutzen, sollte freundlich, aber klar auf das Verbot und die Gefahr hinweisen.

Praxisbeispiele aus dem Alltag

Praxisbeispiel 1: An einer Tankstelle steht das Kombischild gut sichtbar an den Zapfsäulen. Eine Person möchte beim Tanken schnell eine Zigarette anzünden. In diesem Fall muss die Zigarette im gesamten Tankbereich unterbleiben, da ausströmende Kraftstoffdämpfe leicht entzündlich sind.

Praxisbeispiel 2: In einem Lager für Spraydosen und Lösungsmittel ist das Schild an der Tür montiert. Beschäftigte dürfen im Lager weder rauchen noch Feuerzeuge benutzen und müssen funkenbildende Arbeiten in einen gesicherten Bereich mit besonderer Freigabe verlegen.

Praxisbeispiel 3: In einem Krankenhausflur mit angeschlossenen Sauerstofflagern weist das Schild auf eine erhöhte Brandgefahr hin. Besucher und Personal müssen sowohl auf Zigaretten als auch auf offenes Licht verzichten, weil bereits kleine Zündquellen bei hoher Sauerstoffkonzentration gefährliche Brände auslösen können.

Unterschiede zu ähnlichen Schildern

Ein Schild nur mit durchgestrichener Zigarette bedeutet ausschließlich Rauchverbot, offene Flammen können je nach Ort erlaubt sein. Ein Schild nur mit durchgestrichener Flamme bezieht sich vorrangig auf offenes Feuer; Rauchen kann dann gesondert geregelt sein.

Das kombinierte Verbotsschild schließt beides in einem zusammen und wird eingesetzt, wenn schon kleine Zündquellen ein hohes Risiko darstellen. Wer unsicher ist, sollte sich immer an der strengeren Auslegung orientieren und sowohl auf das Rauchen als auch auf offenes Licht verzichten.

Häufige Fragen zum Verbot von Rauchen und offener Flamme

Warum ist Rauchen und offenes Licht in diesen Bereichen untersagt?

Das Verbot schützt Menschen, Gebäude und Anlagen vor Bränden und Explosionen. Bereits ein kleiner Funke kann in explosionsgefährdeten Bereichen oder bei leicht entzündlichen Stoffen gravierende Schäden verursachen.

Gilt das Verbot auch für E-Zigaretten und Vapes?

E-Zigaretten, Vapes und ähnliche Geräte fallen in der Regel ebenfalls unter das Rauchverbot, weil sie Hitze, Funken oder Aerosole erzeugen können. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, verzichtet in Sichtweite des Schildes vollständig auf solche Geräte.

Was zählt als offenes Licht oder offene Flamme?

Als offene Flamme gelten zum Beispiel Feuerzeuge, Streichhölzer, Kerzen, Fackeln oder Brenner. Auch Stabfeuerzeuge, Grills oder Lötgeräte fallen darunter, wenn sie frei brennendes Feuer erzeugen.

Darf ich in der Nähe telefonieren oder elektronische Geräte nutzen?

Das Schild selbst verbietet nur Tabakkonsum und offene Flammen, nicht generell elektronische Geräte. In speziellen Ex-Zonen oder besonders sensiblen Bereichen können jedoch zusätzliche Verbote für Handys und Werkzeuge gelten, die dann separat ausgeschildert sind.

Welche rechtlichen Folgen drohen bei Missachtung des Verbots?

Wer das Verbot ignoriert, riskiert arbeitsrechtliche Konsequenzen, Hausverbote oder Bußgelder nach Arbeitsschutz- oder Brandschutzvorschriften. Kommt es zu einem Schaden, können zusätzlich Haftungsansprüche und strafrechtliche Folgen entstehen.

Wer ist für die Aufstellung und Einhaltung der Schilder verantwortlich?

In Betrieben ist der Arbeitgeber für die Gefährdungsbeurteilung, die Beschilderung und die Unterweisung der Beschäftigten zuständig. Auf öffentlichen oder privaten Flächen trägt der jeweilige Eigentümer oder Betreiber die Verantwortung.

Wie weit reicht der Bereich, in dem das Verbot gilt?

Der Geltungsbereich umfasst mindestens den direkt beschilderten Raum oder Platz, häufig jedoch auch angrenzende Zonen, in denen gefährliche Stoffe vorhanden sind. Orientierung geben zusätzliche Hinweisschilder, Bodenmarkierungen oder Anweisungen des Betreibers.

Muss das Schild nach bestimmten Normen gestaltet sein?

In professionellen Umgebungen orientiert sich die Gestaltung an Normen wie ISO 7010 und den Technischen Regeln für Arbeitsstätten, damit das Verbot international eindeutig verstanden wird. Das betrifft Symbole, Farben, Proportionen und die Anordnung der Piktogramme.

Wie sollten Unternehmen Mitarbeitende zu diesem Verbot schulen?

Unternehmen sollten in Unterweisungen erklären, wo das Zeichen hängt, welche Gefahren bestehen und welche Verhaltensregeln gelten. Praktische Beispiele, Rundgänge und klare Notfallabläufe erhöhen die Akzeptanz und Sicherheit.

Was tue ich, wenn andere Personen das Zeichen ignorieren?

Sprich die Personen sachlich an, weise auf die Gefahr hin und bitte sie, den Bereich zu verlassen oder die Zigarette zu löschen. Wenn sie nicht reagieren, informiere eine verantwortliche Person vor Ort, zum Beispiel Vorgesetzte, Sicherheitsdienst oder Betreiber.

Welche Rolle spielt das Schild im betrieblichen Brandschutzkonzept?

Das Verbotsschild ist ein zentrales Element, um Zündquellen systematisch aus sensiblen Bereichen fernzuhalten. Zusammen mit Lüftung, Lagerkonzepten, Feuerlöschern und Alarmplan bildet es ein abgestimmtes Sicherheitsniveau.

Wie unterscheide ich temporäre von dauerhaft geltenden Verboten?

Dauerhaft gültige Schilder sind fest montiert und Teil der regulären Sicherheitskennzeichnung. Temporäre Verbote werden oft mit Zusatzhinweisen, mobilen Aufstellern oder Sperrmarkierungen ergänzt, etwa bei Wartungsarbeiten oder besonderen Betriebszuständen.

Fazit

Das Doppelverbot für Zigaretten und offene Flammen ist ein klarer Hinweis auf erhöhte Brand- oder Explosionsgefahr. Wer das Zeichen ernst nimmt, schützt sich selbst, andere und Sachwerte wirksam. Achte daher bewusst auf diese Kennzeichnung und halte dich konsequent an die vorgeschriebenen Regeln.

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1 Kommentar zu „Rauchen und offenes Licht verboten – was dieses Kombischild aussagt“

  1. Guter Beitrag – vor allem, weil die Struktur nicht unnötig kompliziert ist.
    Besonders hilfreich ist, dass nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Einordnung mitgedacht wird.
    In der Praxis entscheidet bei Verbot oft der saubere Blick auf die Ausgangslage.

    Wenn Schild bei dir eine Rolle spielt, lohnt sich dort meist ein zweiter Blick.
    Wo würdest du sagen, passieren die häufigsten Missverständnisse bei Verbot?
    Worauf würdest du heute stärker achten als beim ersten Versuch?

    Wenn du gerade an dem Thema dran bist, poste gern kurz, was bei dir gut funktioniert hat – oder was noch offen ist.
    Sonderfälle sind hier oft besonders spannend – poste sie gern dazu, wenn du einen hattest.

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