Was heißt PAP 20, PAP 21 oder PAP 22 auf Kartons?

Lesedauer: 5 Min
Aktualisiert: 13. März 2026 09:00

PAP 20, PAP 21 und PAP 22 kennzeichnen, dass eine Verpackung aus Papier oder Karton besteht und über das Altpapier recycelt werden kann. Die Zahlen unterscheiden die Art des Materials: PAP 20 steht für Wellpappe, PAP 21 für normalen Karton und PAP 22 für dickere Pappe oder Vollpappe.

Diese Codes gehören zum internationalen Recycling-Kennzeichnungssystem. Sie helfen Entsorgern und Recyclingbetrieben bei der Sortierung und geben dir als Nutzer einen Hinweis, dass die Verpackung in die Papiertonne gehört, sofern sie nicht stark verschmutzt oder mit anderen Stoffen fest verbunden ist.

Bedeutung der Codes PAP 20, PAP 21 und PAP 22

Alle drei Bezeichnungen stehen für faserbasierte Verpackungen aus Papier- oder Kartonmaterial. Sie werden meist zusammen mit dem Recyclingdreieck verwendet.

  • PAP 20: Wellpappe, zum Beispiel Versandkartons mit sichtbaren Wellen in der Mitte.
  • PAP 21: normaler Karton oder Papier, etwa Faltschachteln für Lebensmittel oder leichte Umverpackungen.
  • PAP 22: Vollpappe oder dicke Kartonage, zum Beispiel stabile Schachteln oder Buchrücken-Karton.

Die Nummer unterstützt die Sortierung im Recyclingprozess. Für private Haushalte reicht meist die Unterscheidung: Alles mit PAP 20, 21 oder 22 gehört bei normaler Verschmutzung in die Papiertonne.

Wo und warum diese Kennzeichnung verwendet wird

Die Aufdrucke finden sich überwiegend auf Versandkartons, Produktverpackungen, Lebensmittelkartons, Faltschachteln und Displays aus Karton. Hersteller nutzen diese Codes, um Materialarten europaweit einheitlich zu markieren.

Für Entsorger signalisiert das Kürzel PAP (englisch: paper) eine faserbasierte Verpackung. Die Ziffern helfen bei der maschinellen und manuellen Vorsortierung, weil Wellpappe sich anders verhält als dünnes Kartonmaterial.

Richtig entsorgen: Was du beachten solltest

Im Haushalt ist der Umgang mit diesen Kennzeichnungen einfach: In den meisten Fällen kannst du Verpackungen mit PAP 20, 21 oder 22 in die blaue Tonne bzw. Altpapiertonne geben. Wichtig ist, grobe Fremdstoffe und starke Verschmutzung zu vermeiden.

Eine sinnvolle Reihenfolge sieht so aus: Erst prüfen, ob die Verpackung überwiegend aus Papier oder Karton besteht. Dann Folie, Kunststofffenster, Styroporeinsätze, Metallklammern oder Klebebandreste soweit sinnvoll entfernen. Anschließend Kartons flach machen, um Platz in der Papiertonne zu sparen. Stark fett- oder lebensmittelverschmutzte Teile besser über den Restmüll entsorgen.

Typische Praxisbeispiele

Praxisbeispiel 1: Ein Online-Versandkarton mit sichtbarer Wellenstruktur und der Aufschrift PAP 20 kann nach Entfernen von Paketband und Füllfolie vollständig in die Papiertonne.

Praxisbeispiel 2: Eine Müslischachtel aus dünnem Karton mit der Kennzeichnung PAP 21 gehört nach Entnahme des Innenbeutels aus Kunststoff mit der Faltschachtel ins Altpapier.

Praxisbeispiel 3: Eine sehr stabile Geschenkbox mit dickem Karton und der Markierung PAP 22 darf nach Entfernen von Stoffbändern oder Magnetverschlüssen über die Papiersammlung entsorgt werden, sofern sie nicht stark beschichtet oder mit Kunststoff überzogen ist.

Häufige Missverständnisse bei PAP-Kennzeichnungen

Viele Nutzer halten die Zahl im PAP-Code für eine Qualitätsstufe oder eine Recyclingklasse, tatsächlich geht es nur um die Einteilung nach Materialtyp. Ein weiterer Irrtum: Manche denken, dass jede Verpackung mit diesem Symbol automatisch umweltfreundlich hergestellt wurde; die Kennzeichnung sagt aber ausschließlich etwas über die Materialart und Eignung zur stofflichen Verwertung aus.

Wichtig ist außerdem die Unterscheidung zu Kunststoffkennzeichen wie PE, PP oder PET. Sobald Verpackungen aus Papier-Kunststoff-Verbund bestehen, kann die Entsorgung je nach Region abweichen, auch wenn ein PAP-Code sichtbar ist. Bei Unsicherheit helfen lokale Entsorgungshinweise des kommunalen Abfallbetriebs.

Häufige Fragen zu PAP 20, PAP 21 und PAP 22

Was bedeuten die Codes PAP 20, PAP 21 und PAP 22 auf Verpackungen genau?

Die Codes stehen für verschiedene Arten von Papier- und Kartonverpackungen im Recycling-System. PAP 20 kennzeichnet Wellpappe, PAP 21 steht für Vollpappe und PAP 22 für normales Papier oder Karton wie Faltschachteln.

In welchen Müll gehören Verpackungen mit PAP 20, PAP 21 oder PAP 22?

Verpackungen mit diesen Kennzeichnungen gehören in der Regel in die Altpapiertonne. Sie sollten vorher möglichst sauber, restentleert und von Folien, Styropor und anderen Fremdmaterialien getrennt werden.

Darf ich PAP 20, PAP 21 oder PAP 22 auch im Restmüll entsorgen?

Rein rechtlich ist das meist erlaubt, jedoch nicht im Sinne von Umwelt- und Ressourcenschutz. In der Restmülltonne gehen die wertvollen Fasern für das Papierrecycling verloren, deshalb ist die Papiertonne immer die bessere Wahl.

Was mache ich mit Kartons, die zusätzlich Kunststoffteile oder Klebeband haben?

Plastikteile, Luftpolsterfolie, Styropor und überflüssiges Klebeband sollten entfernt und getrennt entsorgt werden. Der verbleibende Karton mit PAP-Code kommt in die Papiertonne, während Folien und Kunststoffe in die entsprechende Wertstoff- oder Gelbe Tonne gehören.

Kann ich Kartons mit diesen PAP-Codes mehrfach wiederverwenden?

Ja, stabile Kartons mit PAP 20 oder PAP 21 eignen sich sehr gut zur Wiederverwendung für Versand, Umzug oder Lagerung. Erst wenn sie beschädigt oder stark verschmutzt sind, sollten sie ins Altpapier gegeben werden.

Sind Verpackungen mit PAP 20, PAP 21 und PAP 22 automatisch umweltfreundlich?

Die Kennzeichnung sagt zunächst nur aus, dass es sich um papierbasierte Materialien handelt, die grundsätzlich gut recycelbar sind. Wie umweltfreundlich eine Verpackung insgesamt ist, hängt zusätzlich von Faktoren wie Recyclinganteil, Druckfarben und Beschichtungen ab.

Wie erkenne ich Verbundverpackungen, die nicht als reines PAP recycelbar sind?

Verbundstoffe haben häufig andere Codes wie PAP/ALU oder C/PAP und fühlen sich zum Beispiel innen beschichtet oder foliert an. Solche Verpackungen gehören nicht in die Altpapiertonne, sondern je nach Region in die Gelbe Tonne oder den Restmüll.

Warum sind diese Kennzeichnungen für Recyclinghöfe und Kommunen wichtig?

Die Codes helfen bei der schnellen Sortierung nach Materialfraktionen und sichern eine gleichbleibende Qualität im Recyclingprozess. Das reduziert Fehlwürfe, senkt Kosten und verbessert die Wiederverwertungsquote von Papierfasern.

Gibt es Unterschiede bei der Entsorgung zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Grundsätzlich werden papierbasierte Verpackungen in allen drei Ländern über Altpapiersysteme gesammelt. Regionale Unterschiede gibt es vor allem bei der Frage, ob verschmutzte oder beschichtete Kartonagen noch ins Altpapier dürfen.

Wie gehe ich mit stark verschmutzten Kartons mit PAP-Kennzeichnung um?

Leichte Verschmutzungen wie kleine Klebereste sind unkritisch, doch fettige oder stark nasse Kartons gehören nicht ins Altpapier. Solche Verpackungen sollte man im Restmüll entsorgen, damit das Recyclingmaterial nicht beeinträchtigt wird.

Spielt die Größe des Kartons bei der Entsorgung eine Rolle?

Die Kennzeichnung gilt unabhängig von der Größe, allerdings verlangen viele Kommunen, dass Kartons zerkleinert oder gefaltet werden. So wird das Volumen der Papiertonne besser genutzt und die Abholung effizienter gestaltet.

Fazit

Die Codes PAP 20, PAP 21 und PAP 22 helfen dabei, Karton- und Papierverpackungen zuverlässig zu erkennen und richtig zu entsorgen. Wer sie in die Papiertonne gibt, grobe Fremdstoffe entfernt und nur saubere Kartons einwirft, unterstützt ein effizientes Recycling. Mit ein paar einfachen Handgriffen lassen sich Ressourcen schonen und Entsorgungskosten langfristig reduzieren.

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Ich beschäftige mich seit Jahren mit Zeichen, Symbolen, Anzeigen und Meldungen, die im Alltag plötzlich Fragen aufwerfen. Mich interessiert vor allem, wie man auch technische oder auf den ersten Blick unklare Hinweise schnell verständlich erklären kann.

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1 Gedanke zu „Was heißt PAP 20, PAP 21 oder PAP 22 auf Kartons?“

  1. Das liest sich rund und wirkt auch für Einsteiger gut nachvollziehbar.
    Man erkennt schnell, welche Punkte eher grundlegend sind und wo Erfahrungswerte ins Spiel kommen.

    Wenn man Verpack angeht, lohnt es sich meist, Schritt für Schritt zu bleiben statt zu springen.
    Wenn du zwischen zwei Varianten schwankst, ist Karton oft der Punkt, an dem sich die Entscheidung klärt.
    Welche Rahmenbedingung war bei dir am Ende entscheidend?

    Wenn du schon durch bist: Was würdest du beim nächsten Mal als Erstes anders machen?
    Wenn du Lust hast: Welche Variante hast du gewählt und würdest du es wieder genauso machen?
    Sonderfälle sind hier oft besonders spannend – poste sie gern dazu, wenn du einen hattest.

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