E130 auf Zutatenlisten: Welche Angabe steckt dahinter

Lesedauer: 3 Min
Aktualisiert: 14. Juli 2026 06:32

E130 steht für Indanthrenblau RS, einen synthetischen blauen Farbstoff. Die Kennzeichnung beschreibt eine zugesetzte Farbe und keinen Nährstoff oder Konservierungsstoff. In aktuellen Zutatenlisten aus der Europäischen Union sollte E130 normalerweise nicht vorkommen, weil der Stoff dort nicht als regulär zugelassener Lebensmittelfarbstoff geführt wird.

Was bedeutet E130?

Mit E130 wurde ein intensiv blauer Farbstoff bezeichnet, der Lebensmitteln eine bestimmte Farbe geben sollte. Die E-Nummer ist dabei die standardisierte Kurzbezeichnung des Zusatzstoffs. Sie sagt allein nicht, wie viel davon in einem Produkt enthalten ist.

Findest du E130 auf einer Verpackung, kann die Angabe aus einer älteren Rezeptur, einem Produkt aus einem anderen Rechtsraum oder einer fehlerhaften beziehungsweise veralteten Übersetzung stammen. Auch eine Verwechslung mit ähnlich klingenden Farbstoffen wie E131 oder E133 ist möglich.

Ist E130 in Lebensmitteln erlaubt?

Für in Deutschland und der EU vertriebene Lebensmittel gelten die jeweils aktuellen Zulassungslisten für Zusatzstoffe. Indanthrenblau RS gehört nicht zu den heute üblichen zugelassenen blauen Lebensmittelfarben. Eine aktuelle Verpackung mit dieser Bezeichnung solltest du deshalb nicht automatisch als korrekt gekennzeichnet ansehen.

Prüfe zuerst das Mindesthaltbarkeitsdatum, das Herkunftsland und den genauen Wortlaut. Bei einem Importprodukt können andere Kennzeichnungsregeln gelten. Bei einem Produkt für den deutschen oder europäischen Markt ist eine Nachfrage beim Hersteller oder der zuständigen Lebensmittelüberwachung sinnvoll.

E130 nicht mit anderen blauen Farbstoffen verwechseln

  • E131 steht für Patentblau V.

  • E132 bezeichnet Indigotin beziehungsweise Indigokarmin.

  • E133 steht für Brillantblau FCF.

Diese Nummern sehen ähnlich aus, sind aber unterschiedliche Stoffe mit eigenen Bewertungen und Verwendungsbedingungen. Lies die Ziffern deshalb vollständig ab, bevor du ein Produkt beurteilst.

Was solltest du bei einer Angabe E130 tun?

  1. Fotografiere die Zutatenliste und notiere Hersteller, Herkunft und Haltbarkeitsdatum.

    Anleitung
    1Fotografiere die Zutatenliste und notiere Hersteller, Herkunft und Haltbarkeitsdatum.
    2Vergleiche die Angabe mit der Originalverpackung oder der offiziellen Produktinformation.
    3Frage den Hersteller, ob tatsächlich Indanthrenblau RS gemeint ist oder ein Druck- beziehungsweise Übersetzungsfehler vorliegt.
    4Bei unklarer Kennzeichnung solltest du das Produkt bis zur Klärung nicht verzehren.

  2. Vergleiche die Angabe mit der Originalverpackung oder der offiziellen Produktinformation.

  3. Frage den Hersteller, ob tatsächlich Indanthrenblau RS gemeint ist oder ein Druck- beziehungsweise Übersetzungsfehler vorliegt.

  4. Bei unklarer Kennzeichnung solltest du das Produkt bis zur Klärung nicht verzehren.

Häufige Fragen zu E130

Ist E130 dasselbe wie E133?

Nein. E130 bezeichnet Indanthrenblau RS, während E133 für Brillantblau FCF steht. Beide Nummern stehen für unterschiedliche blaue Farbstoffe.

Ist E130 in Deutschland zugelassen?

Indanthrenblau RS gehört nicht zu den regulär zugelassenen Lebensmittelfarbstoffen der Europäischen Union. Bei einer aktuellen deutschen Verpackung ist deshalb eine Prüfung der Kennzeichnung angebracht.

Warum kann E130 trotzdem auf einer Zutatenliste stehen?

Mögliche Gründe sind eine alte Verpackung, ein Import aus einem anderen Land, eine fehlerhafte Übersetzung oder eine Verwechslung mit einer anderen E-Nummer. Die genaue Ursache lässt sich nur anhand des Produkts und seiner Herkunft klären.

Ist ein Produkt mit E130 automatisch gesundheitsschädlich?

Die Angabe allein erlaubt keine individuelle Gesundheitsbewertung. Da die Kennzeichnung bei einem EU-Produkt ungewöhnlich wäre, solltest du die Information vor dem Verzehr beim Hersteller oder bei einer zuständigen Stelle überprüfen.

Wo kann ich eine unklare Zutatenliste melden?

Wende dich zunächst an den Hersteller oder Händler. Bleibt die Kennzeichnung widersprüchlich, kannst du dich an die Lebensmittelüberwachung am Ort des Verkaufs oder an die zuständige Behörde wenden.

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