Das Symbol für nicht wringen zeigt meist ein Waschzuber-Symbol, das von zwei Händen gehalten und von einem schrägen Kreuz oder zwei schrägen Linien durchgestrichen ist. Es bedeutet: Textil oder Material darf nicht ausgewrungen, verdreht oder stark mechanisch gepresst werden, weil es dadurch Schaden nehmen kann. Stattdessen soll Wasser nur schonend abtropfen oder leicht ausgedrückt werden.
Die Kennzeichnung findet sich vor allem auf Pflegeetiketten von Kleidung, Heimtextilien, Funktionsbekleidung und empfindlichen Stoffen wie Wolle oder Viskose. Wer das Symbol ignoriert, riskiert Verformungen, ausgeleierte Nähte, Risse, Faltenbrüche oder Beschädigungen von Membranen und Beschichtungen.
Wie das Symbol aussieht und wo es vorkommt
Das Zeichen zeigt üblicherweise einen rechteckigen Waschbehälter mit Wasser, der von stilisierten Händen seitlich „gegriffen“ wird. Ein diagonaler Strich oder ein X darüber zeigt das Verbot. Manchmal steht es alleine, häufig kombiniert mit weiteren Pflegesymbolen wie Waschen, Bleichen, Trocknen und Bügeln.
Typische Einsatzbereiche:
- Empfindliche Strickwaren und Wolle
- Sport- und Outdoorbekleidung mit Membran oder Beschichtung
- BHs, Dessous und feine Textilien
- Gardinen, Seide, Viskose und Mischgewebe
Was du beim Waschen sofort beachten solltest
Sobald dieses Symbol auf dem Etikett steht, ist jedes starke Auswringen tabu. Dazu gehört auch kräftiges Drehen, Knoten, Auspressen über einer Stange oder hartes Verdrehen in den Händen. Auch Waschprogramme mit hoher Schleuderdrehzahl können problematisch sein, wenn sie de facto einem starken Auswringen gleichkommen.
Empfohlene Vorgehensweise:
- Nach dem Waschen das Kleidungsstück aus der Maschine oder dem Waschbecken nehmen.
- Nur leicht ausdrücken, ohne zu drehen oder zu quetschen.
- Auf ein trockenes Handtuch legen, das Handtuch mitsamt Textil locker zusammenrollen und durch leichten Druck Wasser aufnehmen lassen.
- Anschließend liegend trocknen oder schonend aufhängen, wie auf dem Etikett angegeben.
Typische Schäden bei Missachtung
Starkes Auswringen kann Fasern überdehnen oder brechen. Bei Strick und Wolle verziehen sich Maschen und das Teil hängt sich aus. Bei beschichteten Stoffen, Daunen oder Membranen können Risse, Klumpenbildung oder dauerhafte Falten entstehen, die die Funktion einschränken.
Wichtige Folgen im Überblick:
- Verzogene oder verformte Kleidung
- Ausgeleierte Bündchen und Kragen
- Risse an Nähten oder im Stoff
- Verminderte Wasser- oder Winddichtigkeit bei Funktionskleidung
Praxisbeispiele für das Verbotssymbol
Praxisbeispiel 1: Ein Wollpullover mit Handwaschsymbol und durchgestrichenem Wring-Symbol sollte nach dem Waschen nie in den Händen gedreht werden. Stattdessen wird er in ein Handtuch eingerollt und liegend getrocknet, damit er seine Form behält.
Praxisbeispiel 2: Eine Regenjacke mit Membran verliert bei hartem Auswringen ihre Beschichtung an belasteten Stellen. Besser ist es, Wasser kurz abtropfen zu lassen und die Jacke dann auf einem Bügel hängend zu trocknen.
Praxisbeispiel 3: Feine Gardinen mit entsprechender Kennzeichnung werden nach dem Schonwaschgang nur kurz in der Maschine sehr niedrig geschleudert oder tropfnass aufgehängt. Starkes Auswringen würde Faltenbrüche und Ausreißen an den Haken verursachen.
Alternativen zum Auswringen
Statt starkem Verdrehen eignet sich schonendes Ausstreichen in Richtung Faserlauf, sanftes Drücken zwischen zwei Handtüchern oder ein sehr mildes Schleuderprogramm mit niedriger Drehzahl, falls das übrige Pflegesymbolsystem dies zulässt. Dabei sollte das Kleidungsstück gut verteilt in der Trommel liegen, um punktuelle Belastung zu vermeiden.
Wenn die Maschine keine ausreichend sanfte Option bietet, ist Handwäsche mit anschließendem Abtropfen die sicherste Variante. Je empfindlicher das Material, desto weniger mechanische Belastung sollte beim Entwässern eingesetzt werden.
Häufige Fragen zum Symbol für nicht wringen
Darf ich die Schleuderfunktion der Waschmaschine nutzen, wenn das Zeichen durchgestrichene Hände zeigt?
Bei diesem Pflegesymbol solltest du auf starkes Schleudern verzichten oder nur eine sehr niedrige Schleuderdrehzahl wählen. Ideal ist ein Fein- oder Wollprogramm mit möglichst geringer mechanischer Belastung, damit Fasern und Füllungen geschont bleiben.
Wie entferne ich Wasser aus Textilien ohne Auswringen am besten?
Lege das nasse Kleidungsstück flach auf ein sauberes Handtuch, rolle es ein und drücke die Rolle gleichmäßig mit den Händen an. Wiederhole den Vorgang mit einem zweiten trockenen Handtuch, bis überschüssiges Wasser aufgenommen ist.
Was passiert, wenn ich das Verbotssymbol ignoriere?
Empfindliche Materialien können sich verziehen, ausbeulen oder dauerhaft ihre Form verlieren. Außerdem steigt das Risiko für Risse in Nähten, beschädigte Fasern und Klumpenbildung bei Füllungen wie Daunen oder Watte.
Gilt das Wringverbot auch für manuelles Kneten im Waschbecken?
Leichtes Bewegen im Wasser ist erlaubt, aber starkes Verdrehen oder kräftiges Kneten sollte vermieden werden. Drücke das Wasser stattdessen mit flachen Händen aus dem Stoff, ohne ihn zu verdrehen.
Warum ist dieses Symbol oft bei Wolle, Seide und Funktionskleidung zu finden?
Diese Materialien reagieren empfindlich auf starke mechanische Belastung und verlieren bei falscher Behandlung schnell ihre Form oder Funktion. Das Zeichen schützt die Struktur der Fasern und erhält Eigenschaften wie Wärmeregulierung oder Glanz.
Darf ich Kleidung mit diesem Zeichen im Wäschetrockner trocknen?
Das Symbol bezieht sich nur auf das mechanische Auswringen, nicht direkt auf den Trockner. Ob maschinelles Trocknen erlaubt ist, erkennst du am separaten Trocknersymbol; fehlt dieses oder ist es durchgestrichen, sollte die Wäsche lufttrocknen.
Wie trockne ich ein Kleidungsstück mit diesem Pflegezeichen richtig?
Breite das Teil nach dem schonenden Ausdrücken möglichst flach auf einem Wäscheständer oder Handtuch aus. Vermeide starkes Hängen an dünnen Leinen, damit der Stoff sich nicht auszieht oder verformt.
Gibt es Unterschiede zwischen Hand- und Maschinenwäsche bei diesem Hinweis?
Die Warnung vor dem Auswringen gilt sowohl für Hand- als auch für Maschinenwäsche. In der Maschine solltest du ein besonders schonendes Programm wählen, bei Handwäsche das Textil nur behutsam bewegen und anschließend im Handtuch ausdrücken.
Wie erkenne ich, ob mein Kleidungsstück trotz Wringverbot noch in Ordnung ist?
Prüfe, ob Nähte glatt anliegen, die Oberfläche gleichmäßig aussieht und keine Wellen oder Ausbeulungen sichtbar sind. Fühlt sich der Stoff kompakt an und hängt das Teil in natürlicher Form, ist es meist noch gut tragbar.
Ist das Symbol international gültig oder nur in Europa?
Das Zeichen gehört zum internationalen System der Pflegekennzeichnung und wird in vielen Ländern gleich verwendet. Kleine Abweichungen in der Darstellung sind möglich, die Bedeutung bleibt jedoch identisch.
Wie gehe ich bei Daunenjacken und -decken mit diesem Zeichen vor?
Verzichte vollständig auf jegliches Auswringen und nutze stattdessen ein sehr schonendes Waschprogramm mit niedriger Drehzahl. Drücke überschüssiges Wasser behutsam mit Handtüchern aus und trockne Daune anschließend gut belüftet und gemäß Trocknerhinweis auf dem Etikett.
Fazit
Das Symbol für nicht wringen zeigt, dass ein Textil nur sehr schonend behandelt werden darf und keine starke Verdrehung verträgt. Wer Auswringen und hartes Schleudern vermeidet, schützt empfindliche Fasern, erhält Passform und Funktion und verlängert die Lebensdauer seiner Kleidung. Mit Handtuchmethode, niedriger Schleuderdrehzahl und flachem Trocknen bleibt selbst sensible Wäsche dauerhaft in gutem Zustand.
Frage in die Runde:
Was war in der Praxis schwieriger oder anders als es vorher aussah?
Welche Hilfsmittel, Quellen oder Prüfschritte waren für dich am nützlichsten?
Wenn du einen guten Hinweis entdeckt hast, der anderen Zeit spart: Schreib ihn gern dazu.